Einladung
Berichte über Jugend und Gewalt finden sich beinahe täglich in Presse und Fernsehen: Sowohl aktuelle Gewaltvorfälle wie jüngst die Messerstechereien unter Jugendlichen in London als auch die Vorschläge aus der Politik zur Lösung des Problems finden große Aufmerksamkeit. Aber auch in der Diskussion unter Fachleuten aus den Bereichen der Jugendhilfe, der schulischen Bildung und der Sozialwissenschaften bleibt das Thema aktuell.
Selbstverständlich beschäftigt sich auch die Friedenspädagogik mit der Thematik Jugend und Gewalt. Sie bringt unter anderem die Debatten um den Gewaltbegriff, eine globale Perspektive und die Vision einer Kultur des Friedens ein.
Die Vorträge und Arbeitsgruppen der Tagung beschreiben diesen besonderen Zugang und beschäftigen sich mit seinen Auswirkungen. Ausgewählte Projekte stellen vor, wie sie friedenspädagogische Ansprüche verstehen und umsetzen. Die Potentiale verschiedener Handlungsansätze zur Gewaltprävention für die Friedenserziehung werden diskutiert.
Kinder und Jugendliche sind weltweit in besonderer Weise von Gewalt und den Auswirkungen von Gewaltverhältnissen betroffen. Sie sind Opfer und Täter politischer wie krimineller Gewalt, aber auch Akteure im Bemühen, Gewalt zu vermindern und zu vermeiden. Friedenserziehung in Krisenregionen ebenso wie in Nicht-Kriegsregionen hat das Anliegen, Jugendliche für die Gestaltung einer nachhaltig friedlichen Zukunft zu gewinnen und sie in dieser Rolle zu stärken und zu unterstützen. Vom Austausch über die Handlungsstrategien, die in den unterschiedlichen Regionen entwickelt wurden im Sinne einer Evaluation erwarten die Veranstalter Impulse für die Praxis von Friedenserziehung und für die Weiterentwicklung theoretischer Grundlagen einer Friedenspädagogik, die sich in die weltweiten Bemühungen um Bildung für eine nachhaltige Entwicklung einordnet.
Die Tagung wendet sich an Fachleute, die in der formalen und nonformalen Bildung mit der Planung und Durchführung von Programmen und Maßnahmen zur Friedenserziehung befasst sind, sowie an Studierende. Angesprochen werden Multiplikatoren aus den Bereichen Zivile Konfliktbearbeitung im In- und Ausland, Zivilcourage, Gewaltprävention, aber auch Demokratielernen, Globales Lernen, Interkulturelles Lernen und Bildung für nachhaltige Entwicklung.






