Konstruktive Konfliktaustragung und Gewaltprävention in der offenen Kinder und Jugendarbeit
Unter dem Titel pro-Streitkultur begleitet die Arbeitsgemeinschaft Friedenspädagogik (AGFP) seit 2001 Einrichtungen der offenen Kinder- und Jugendarbeit in der Entwicklung und Qualifizierung ihrer pädagogischen Arbeit in den Themenfeldern Konflikte und Gewalt. Neben der Fachberatung und Fortbildung wurden anfangs hauptsächlich gewaltpräventive Projekte gemeinsam erarbeitet und umgesetzt.
Die Zusammenarbeit mit Einrichtungsteams hat gezeigt, dass ein großer Bedarf an Fachberatung besteht. Die Fortbildung und Reflexion im Team stärkt die fachliche Qualität der Einrichtung und die Handlungssicherheit in der gemeinsamen pädagogischen Arbeit mit den Kindern und Jugendlichen. Inzwischen steht die Reflexion und Qualifizierung zur Arbeit mit Konflikten im Vordergrund.
Regelmäßig hat sich gezeigt, dass in der Folge der Beratungen durch den veränderten Umgang der PädagogInnen mit den Konflikten in der Einrichtung, die MitarbeiterInnen von den Jugendlichen verstärkt als Ansprechpartner für ihre Probleme und insbesondere ihre Konflikte in Anspruch genommen werden. Sobald sich das Team intensiv mit der Konfliktaustragung in der eigenen Einrichtung beschäftigt und inhaltliche bzw. methodische Angebote umgsetzt, werden die PädagogInnen als kompetente Ansprechpartner von den Jugendlichen wahrgenommen und verstärkt kontaktiert. Die Gewaltprobleme in und außerhalb gehen zurück.
Der Flyer zur pro-Streitkultur Konfliktberatung liegt als PDF vor. Die Inhalte der Fachberatung sind auf die jeweilige Situation in den Einrichtungen abgestimmt. Zum Schutz der MitarbeiterInnen und jugendlichen BesucherInnen verzichten wir in der Regel auf die Veröffentlichung detaillierter Dokumentationen. Hier einige Beispiele, die mit Zustimmung bzw. in Zusammenarbeit erstellt wurden.
Konflikte leben macht stark!
Ein Kooperationsprojekt mit dem Kinderhaus Harthof / Kreisjugendring München Stadt (KJR) Konflikte gehören zum Alltag eines offenen Treffs für Kinder (6-13). Die MitarbeiterInnen des Kinderhauses Harthof wollen ihre jungen Besucher mit ihren Streits und Auseinandersetzungen nicht allein lassen.
Die bereitliegende Kurzdokumentation (PDF , 253kB) beschreibt die Zusammenarbeit von pro-Streitkultur und dem Kinderhaus Harthof.

Besser zoffen. Gewaltprävention in der Spielstadt Mini-München
Arbeitsgemeinschaft Friedenspädagogik
Kultur & Spielraum
Polizeipräsidium München, Polizeiinspektion 43
(Herausgeber)
Die Spielstadt Mini-München ist eines der interessantesten und größten kulturpädagogischen Projekte in Deutschland. Bis zu 2000 Kinder und Jugendliche zwischen 6 und 15 Jahren kommen täglich in ihre Ferienstadt um dort zu arbeiten, zu studieren, Geld zu verdienen, am öffentlichen Leben teilzunehmen und politisch aktiv zu werden.
Wie lernen die Kinder in ihrer Stadt, Konflikte gewaltfrei zu lösen, respektvoll miteinander umzugehen, „besser zu zoffen"!?
Für die Spielstadt Mini-München wurde dafür von Kultur & Spielraum e.V. in Zusammenarbeit mit der Arbeitsgemeinschaft Friedenspädagogik und den Jugendbeamten der Polizei München ein Konzept entwickelt, das seit zwei Jahren erfolgreich umgesetzt wird. In dieser Broschüre beschreibt jeder der drei Kooperationspartner, wie die Aufgabe aufgegriffen wurde. So wird nachvollziehbar, wie in der beispielhaften Zusammenarbeit von Kulturpädagogik, Friedenspädagogik und Polizei Gewaltprävention gelingt.
Broschüre, 52 Seiten, 56 Abbildungen, ISBN 3-923121-25-3, 9.- €
Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! Sie müssen JavaScript aktivieren, damit Sie sie sehen können.
Das Projekt wird gefördert durch die
![]()
Landeshauptstadt München
Sozialreferat / Stadtjugendamt






