United Culture


United Culture

Eine multikulturelle Spurensuche für Jugendliche im Münchener Stadtteil Haidhausen

 

1. Das Konzept

2. Die Praxis

3. Der Umfang des Projekts

4. Ein kurzes Resümee

5. Wie das Projekt zustande kam

 

1. Das Konzept

Die Grundidee: Das Fremde im Bekannten aufspüren

Es gibt seit jeher Einflüsse anderer Kulturkreise auf den einheimischen, die sich zum Teil längst "eingebürgert" haben. Im Projekt UNITED CULTURE sollte eine multikulturelle Spurensuche nach Elementen anderer Länder und Völker Beispiele aus unserem Lebensalltag sichtbar machen, wo fremde kulturelle Einflüsse das einheimische Leben bereichern und unter welchen Bedingungen Konflikte entstehen.

Unter dieser Themenstellung begaben sich die beteiligten Jugendlichen in ihren eigenen Stadtteil und forschten nach passenden Beispielen. Begleitend dazu führten sie Umfragen und Interviews unter Anwohnern und Passanten durch. Die unterschiedlichen Meinungen ließen sich mit der vorgefundenen Realität vergleichen. Die beteiligten Jugendlichen wurden auf diese Weise zu einer Auseinandersetzung mit den verschiedenen Standpunkten angeregt.

Die Zielsetzung: Genauer hinschauen

Das Projekt sollte Jugendliche dazu anregen, selbsttätig der Frage nachzugehen, woraus "unsere" Kultur eigentlich besteht. Befragungen und Interviews zeigten eine Bandbreite unterschiedlicher Bewertungen und Einstellungen gegenüber der eigenen und fremden Kulturen auf. Vorurteile und Stereotypen wurden sichtbar und konnten hinterfragt werden. Einerseits sollten positive Effekte von multikulturellen Einflüssen sichtbar werden, aber auch Konfliktstoffen nachgespürt und Ursachen dafür erkundet werden. Es war festzustellen, dass es DIE "deutsche Kultur" nicht gibt, sondern sich der kulturelle Alltag aus verschiedensten Elementen zusammensetzt. Und, im Idealfall, sollte die Erfahrung vermittelt werden, dass die Auseinandersetzung mit dem Fremden Chancen eröffnet. Dabei wurde darauf abgezielt, den Jugendlichen nicht eine bestimmte Meinung zu "verkaufen", sondern eine Auseinandersetzung mit unterschiedlichen Meinungen und Standpunkten zuzulassen und zu fördern.

Die Methode: Erleben und nicht belehren

Das Projekt sollte "Ernstfall-Charakter" haben. Das hieß, Ergebnis des Projektes sollte ein präsentabler und veröffentlichbarer Beitrag zur Diskussion des Themas sein, der in Zusammenarbeit mit den beteiligten Jugendlichen entstand.

united_01.jpgDer Schwerpunkt der Projektarbeit lag zunächst nicht auf der Wissensvermittlung, sondern auf der Aktion: Etwas tun, und zwar möglichst etwas, das Spaß macht. In der Fachsprache heißt das: Erlebnis- und Produktorientierung. Wissen entstand im Verlauf des Projektes, z.B. als Ergebnis einer Radio- oder Videoproduktion.

Ziel- und Umsetzung des Projektes ließen sich idealerweise mit kulturpädagogischer Methodik erreichen, in diesem Falle mit Video-, Audio-, Foto- und Comicproduktionen.

Den Jugendlichen sollte möglichst Raum für eigene Entscheidungen gelassen werden, Inhalte und Vorgehen mussten ihrem Gefühl nach für sie mitgestaltbar sein. Für die personelle Ausstattung des Projektes musste berücksichtigt werden, dass viele Jugendliche hohe Erwartungen an die Kompetenzen und die Professionalität der Betreuungspersonen stellen, und lange, gruppendynamisch orientierte Diskussionen ("Nun seid doch mal kreativ!") die Motivation der Jugendlichen nachhaltig reduzieren können. Die Aufgabe der pädagogischen Betreuung lag also zunächst vor allem auf der Ebene der Animation und des "Gewusst wie", des technischen und inhaltlichen Know-how, des Organisatorischen.

 



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am 19. Januar 2013 in München

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