United Culture - projektumfang
United Culture
Eine multikulturelle Spurensuche für Jugendliche im Münchener Stadtteil Haidhausen
1. Das Konzept
2. Die Praxis
3. Der Umfang des Projekts
4. Ein kurzes Resümee
5. Wie das Projekt zustande kam
3. Der Umfang des Projekts
Für das Schulklassenprogramm des Projektes wurden Schulen aller Schularten aus dem Einzugsbereich München-Haidhausen ab der 7. Jahrgangsstufe (ab 13 / 14 Jahren) beworben, also Haupt-, Real-, Berufsschulen und Gymnasien.
Das offene Nachmittagsprogramm, das auch von angemeldeten Gruppen genutzt werden konnte, richtete sich an alle Jugendlichen aus der Gegend. Das Alter lag zwischen 13 und 18 Jahren. Beworben wurden die beteiligten Schüler/innen aus dem Schulklassenprogramm und Jugendliche der ortsansässigen, jugendspezifischen Einrichtungen, inklusive regionale Jugendverbandsgruppen, die hier allerdings nur spärlich vorhanden waren.
Die Auswahl eines Münchner Stadtteils musste besonders sorgfältig erfolgen, weil die "Multikulturelle Spurensuche" als erstmaliges, innovatives Modellprojekt möglichst gute Bedingungen benötigte. Wegen seiner seit langer Zeit kulturell vielfältig geprägten Stadtteilhistorie und dem heutigen, ausgesprochen multikulturellen Stadtteilleben wurde deshalb Haidhausen als besonders geeigneter Stadtteil in Betracht gezogen.
Für die aktive Projektzeit wurde im Stadtteil ein Projektraum eingerichtet, in dem die Einstiegsinszenierung für Schulklassen und Gruppen erfolgte, und der als Treffpunkt diente, von dem aus die Jugendlichen ihre Exkursionen begannen, und in dem schließlich die Ergebnisse zusammengetragen wurden. Der Raum war mit passender Requisite ausgestattet und als Arbeitsraum hergerichtet. Das Projekt wurde im Juli 1994 vier Wochen lang durchgeführt. Jeweils Montag bis Freitag gab es ein Schulklassenprogramm von 9.00 bis 13.00 Uhr. Nachmittags war der Projektraum für den offenen Betrieb geöffnet. Insgesamt 380 Jugendliche haben am Projekt teilgenommen.
Im November 1994 wurden die Ergebnisse des Projektes in einer großen Präsentation im Stadtteil multimedial vorgestellt, mit Ausschnitten aus den Fotoserien und dem Radiomagazin, sowie der Uraufführung des Videofilms.
Als weiteres Ergebnis des Projekts wurde ein Medienpaket veröffentlicht: mit den Fundstücken aus UNITED CULTURE in Form einer Stadtteilbroschüre über das vorgefundene multikulturelle Leben, einem fachlichen Begleitheft zum Projekt, einem Radiomagazin auf Kassette und einem Videofilm. Das Medienpaket wurde bundesweit an alle Jugendämter, Jugendeinrichtungen und sonstige Interessierte verschickt. Die beteiligten Jugendlichen erhielten ebenfalls je ein Medienpaket. Die Bundeszentrale für politische Bildung in Bonn war von dem Medienpaket so überzeugt, dass für sie eine zweite Auflage hergestellt und allen Schulen in Deutschland zur Verfügung gestellt wurde.






