Konfliktbearbeitung
Konfliktbearbeitung und Gewaltprävention
in der pädagogischen Arbeit mit Kindern und Jugendlichen
Konfliktbearbeitung ist in der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen ein Dauerthema. Konflikte mit Kindern und Jugendlichen sind eine Chance für Kontakt, für inhaltliche Auseinandersetzung und für Entwicklungsprozesse bei allen Beteiligten. Kinder und Jugendliche brauchen konkrete Unterstützung, um zu lernen Konflikte gewaltfrei und konstruktiv auszutragen. Sie können lernen eigene Interessen und Bedürfnisse zu benennen und miteinander auszuhandeln.
Folgende Thesen beschreiben unser Grundverständnis:
- Konflikte gehören zur Arbeit mit Kindern und Jugendlichen, wie zum Leben sonst. Konflikte bieten Kontakt und Auseinandersetzung. Jugendliche erleben Erwachsene als Gegenüber oder Unterstützer in Konflikten. Die konstruktive Begegnung von PädagogInnen und Jugendlichen im Konflikt verändert die Beziehungen meist positiv.
- Konfliktbearbeitung ist nicht nur eine Entwicklungsaufgabe für Kinder und Jugendliche. Methoden und Konzepte sind zwar hilfreich. Doch verschiedenste Faktoren spielen eine Rolle, wenn in einer Einrichtung Gewalt und Aggression zunehmen. Ein gemeinsames Verständnis und Handeln zur Arbeit mit Konflikten im MitarbeiterInnenteam ist der Ausgangspunkt für die Implementierung einer konstruktiven Streitkultur in der Einrichtung.
- Aspekte des Konfliktverhaltens - Toleranz, Fairness, Kommunikation, Gewaltverzicht, Perspektivenwechsel und Partizipation sind mit demokratischen Werten verknüpft. Die Auseinandersetzung mit Konflikten fördert die Auseinandersetzung mit diesen Werten. Werte entstehen letztlich aus den Erfahrungen in den Interaktionen mit anderen Menschen und der Reflexion darüber.






