Partizipation
Partizipation ist für die AGFP Arbeitsprinzip und Inhalt.
Als Arbeitsprinzip beschreibt Partizipation unsere Haltung zu den Zielgruppen, mit denen wir zusammenarbeiten: Uns geht es um eine Begegnung auf Augenhöhe. Die Teilnehmenden an Projekten und Fortbildungsveranstaltungen finden Raum für Mitgestaltung und Mitbestimmung, die Abläufe und Ziele sind transparent.
Inhalt unserer Arbeit ist die Förderung von politischer und gesellschaftlicher Beteiligung von Kindern und Jugendlichen. Jugendbeteiligung in diesem Sinn muss für eine demokratische Gesellschaft selbstverständlich sein. Noch ist sie nicht selbstverständlich und wird deshalb gefördert.
Wir arbeiten im Arbeitskreis Kinder- und Jugendbeteiligung mit. Wir sind eine der Organisatoren von „Ausgezeichnet!", dem Münchner Jugendpreis für Engagement und Beteiligung.
Wir sind davon überzeugt, dass Kinder- und Jugendpartizipation - über den „Eigenwert" hinaus - ganz wichtig für Friedenserziehung ist. Kinder und Jugendliche formulieren ihre Anliegen und Interessen und suchen - mit oder ohne Unterstützung von Erwachsenen - Wege, die gewünschten Veränderungen in ihrer Lebenswelt zu bewirken. Sie erleben damit konstruktive Konfliktbearbeitung: Wenn sie beispielsweise andere Öffnungszeiten ihres Jugendzentrums möchten, befinden sie sich im Konflikt mit den PädagogInnen. Wenn Regeln und Verfahren entwickelt werden, dass ältere BesucherInnen auch das Haus öffnen können, wurde der Konflikt friedlich beigelegt - ein gute Erfahrung.
Die AGFP arbeitet derzeit mit dem Kreisjugendring München Stadt zusammen, um Jugendzentren darin zu unterstützen, Partizipation zu stärken und auch Formen formaler Partizipation einzuführen. Ein Fachartikel zur formalen Partizipation in Freizeitstätten haben Renate Grasse und Robert Pechhacker für die Ausgabe 06/08 des Magazins K3 des Kreisjugendrings München Stadt verfasst.
Den Zusammenhang von Partizipation und Friedenspädagogik haben Robert Pechhacker und Renate Grasse beschrieben.






